35 neue Covid-19-Infizierte innert 24 Stunden gemeldet

In der Schweiz und in Liechtenstein sind innerhalb eines Tages 35 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Insgesamt gab es bisher 31'652 laborbestätigte Covid-19-Fälle, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag mitteilte.

Plakate der BAG-Informationskampagne zur Eindämmung des Coronavirus in Bern. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE)
Plakate der BAG-Informationskampagne zur Eindämmung des Coronavirus in Bern. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE)

Am Sonntag waren 62 neue Ansteckungen gemeldet worden, am Samstag 69. In der vergangenen Woche hatte die Zahl der bestätigten Neuinfektionen von Tag zu Tag zugenommen. Von 18 respektive 22 am Montag und Dienstag stieg sie am Mittwoch und Donnerstag auf 44 respektive 52 und am Freitag auf 58.

Bisher starben in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein gemäss BAG 1682 Menschen, die positiv auf Covid-19 getestet worden waren. Das Bundesamt bezieht sich auf die Meldungen, die die Laboratorien sowie Ärztinnen und Ärzte im Rahmen der Meldepflicht bis Montagmorgen übermittelt hatten.

Die Zahl der durchgeführten Tests auf Sars-CoV-2, den Erreger von Covid-19, beläuft sich bisher insgesamt auf 566594. Von Sonntag auf Montag wurden dem BAG 3685 neue Tests gemeldet. Bei 6,7 Prozent dieser Tests fiel das Resultat positiv aus.

Grund zur Sorge gibt derweil die Reproduktionszahl R, also die Anzahl Personen, die ein mit dem Coronavirus Infizierter im Durchschnitt ansteckt. Diese liegt nach Angaben der Swiss National Covid-19 Science Task Force seit Mitte Juni wieder signifikant über 1. Das heisst, dass eine infizierte Person im Durchschnitt mehr als eine weitere Person ansteckt.

Bei der letzten möglichen Schätzung vom 19. Juni lag R bei 1,6, mit einem Unsicherheitsintervall von 1,4 bis 1,8. Anfang März hatte sie einen Wert von 2 bis 3,5 erreicht, bevor sie Mitte März unter 1 sank.

Task-Force-Mitglied und ETH-Professorin Tanja Stadler schrieb am Montag auf Twitter, diese Entwicklung sei sehr besorgniserregend. Bisher hatten die Unsicherheitsintervalle aufgrund der tiefen Fallzahlen die 1 mit eingeschlossen und dadurch konnte man noch nicht von einem signifikanten Resultat sprechen.

Nach Angaben von ETH-Professor Sebastian Bonhoeffer hat sich die Lage durch eine verbesserte Berechnungsmethode in der Zwischenzeit aber geändert und das Unsicherheitsintervall schliesst die 1 nun aus.

Gemäss den aktuellsten Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) haben sich inzwischen 855080 Nutzerinnen und Nutzer der Swiss-Covid-App angemeldet. Innert eines Tages sind damit rund 48000 weitere App-Nutzerinnen und -Nutzer hinzugekommen.

Die Messung der Zahl der aktiven Swiss-Covid-Apps beruht auf der automatischen Kontaktaufnahme der Apps mit dem Proximity-Tracing-System zur Aktualisierung der Konfigurationsdaten. Diese automatische Kontaktaufnahme erfolgt mehrmals täglich. Berechnet wird hieraus die Anzahl der aktiven Apps pro Tag. Diese Zahl korrespondiert mit der Anzahl der Nutzerinnen und Nutzer der App.

(sda)


Daten:

Redaktion (allgemein)
29.06.20 15:58

Themen:

Schweiz

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