A13 nach Starkregen gesperrt - Fahrzeuginsassen in Splügen gerettet

Starker Regen hat in der Nacht auf Mittwoch Teile des Kantons Graubünden erfasst. In Splügen mussten zwei Personen aus einem Fahrzeug gerettet werden, das in einen Bach geraten war. Diverse Strassen wurden gesperrt, darunter die Nationalstrasse A13.

A13 nach Starkregen gesperrt - Fahrzeuginsassen in Splügen gerettet (Foto: KEYSTONE / KAPO GR / )
A13 nach Starkregen gesperrt - Fahrzeuginsassen in Splügen gerettet (Foto: KEYSTONE / KAPO GR / )

Von Dienstagabend 22 Uhr bis Mittwochmorgen 9 Uhr gingen bei der Einsatzleitzentrale der Kantonspolizei Graubünden über 15 Meldungen zu Ereignissen mit Starkniederschlägen ein. In diversen Teilen des Kantons standen Feuerwehren, das Tiefbauamt und weitere Organisationen im Einsatz.

Besonders betroffen waren laut Polizeiangaben die Regionen Mesolcina und Rheinwald. In Splügen wurde beim oberen Bergbahnparkplatzes ein Auto vom ansteigenden "Hüscherabach" erfasst und in den Bach gerissen.

Mit einem Kranfahrzeug konnten die beiden Insassen unverletzt, jedoch unterkühlt aus dem Fahrzeug geborgen werden. In Cama wurden zwei Familien und in Medels Bewohner eines Hauses sowie deren Tiere aus dem Stall vorsorglich evakuiert

Die Autostrasse A13 sowie die Italienische Strasse H13 wurden bei Medels und bei Cabbiolo von Murgängen erfasst oder von den Wassermassen bedroht. Sowohl die A13 als auch die Italienische Strasse H13 und der Splügenpass mussten gesperrt werden.

Die Einsatzkräfte nahmen die Aufräum- und Sicherungsarbeiten am Mittwochmorgen mit Hochdruck auf. Im übrigen Kantonsgebiet kam es zu Verkehrsbehinderungen oder Umleitungen.

Der Wetterdienst Meteonews schrieb am Mittwoch von "teils unwetterartigen Regenmengen" in der Schweiz. Die seit Sonntag gemessenen Mengen hätten teilweise die durchschnittlichen Regenmengen, welche über den ganze Monat Juni verteilt fielen, überstiegen. Für neue Niederschlagsrekorde habe es aber nicht gereicht.

In einer stark ausgeprägten südlichen Höhenströmung wurden seit Sonntag sehr feuchte und labile Luftmassen in den Alpenraum geführt, die kräftige und gewittrig durchsetzte Niederschläge auslösten. Starker Regen prasselte laut Meteonews nieder in der Region Bern, in der Zentralschweiz und in der Ostschweiz. Die Niederschlagsmengen hätten sich auf 30 bis 60 Millimeter summiert.

In der Romandie, entlang des Juras, im Chablais, im Obergoms, im Gotthardgebiet sowie in Teilen der Surselva kamen verbreitet 60 bis 90 Millimeter, stellenweise auch über 100 Millimeter Regen zusammen. Am meisten Niederschlag fiel gemäss Meteonews zwischen der Simplonsüdseite und dem Sopraceneri mit 150 bis knapp 200 Millimetern.

(sda)


Daten:

Roman Spirig
12.06.19 12:48

Themen:

Schweiz

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