Alle Glarner Dörfer sollen an den ÖV angeschlossen sein

Alle Glarner Dörfer sollen Anschluss haben an den öffentlichen Verkehr. Diese Forderung will die Kantonsregierung zwar erfüllen, aber nicht auf Verfassungs-, sondern auf Gesetzesebene.

Alle Glarner Dörfer sollen an den ÖV angeschlossen sein
Alle Glarner Dörfer sollen an den ÖV angeschlossen sein

Der Dorfverein Sool reagierte mit einem Memorialsantrag auf die regierungsrätliche Ankündigung, wonach die Buslinie Schwanden-Sool ab Dezember nicht mehr bedient werde. Die Verbindung wies eine ungenügende Auslastung mit nur einem Fahrgast pro Kurs auf, wie die Glarner Regierung am Dienstag schrieb.

In der Eingabe an die Regierung verlangt der Dorfverein Sool, dass der Kanton und die Gemeinden mit einer neuen Verfassungsbestimmung verpflichtet werden sollen, für einen Anschluss aller Dörfer an den öffentlichen Verkehr zu sorgen - unabhängig wirtschaftlicher Kriterien.

Die Regierung will das Anliegen zwar aufnehmen, aber nicht auf Verfassungs-, sondern im Sinne eines Gegenvorschlags auf Gesetzesstufe. Der Vergleich mit den übrigen Deutschschweizer Kantonen habe gezeigt, dass die Aufnahme der Erschliessungspflicht der Dörfer in der Kantonsverfassung ungewöhnlich wäre, schrieb die Regierung.

Die Vernehmlassung soll einerseits klären, ob die entsprechende Anpassung des kantonalen ÖV-Gesetzes Akzeptanz geniesst. Andererseits soll das Konsultationsverfahren Klarheit darüber bringen, ob wirtschaftliche Kriterien bei der Angebotsbestimmung für den Kanton eine Rolle spielen sollen oder nicht.

(sda)


Daten:

Roman Spirig
09.07.19 16:29

Themen:

Regional

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