BAG-Experte ruft insbesondere Junge zum Impfen auf

Wenn die Schweiz über die Aufhebung aller Corona-Schutzmassnahmen diskutieren wolle - wie dies etwa in Dänemark der Fall sei - müsse die Durchimpfungsrate höher sein, sagte Experte Patrick Mathys. Insbesondere Jüngere müssten sich nun impfen lassen.

BAG-Experte ruft insbesondere Junge zum Impfen auf (Foto: KEYSTONE/Ti-Press / ALESSANDRO CRINARI)
BAG-Experte ruft insbesondere Junge zum Impfen auf (Foto: KEYSTONE/Ti-Press / ALESSANDRO CRINARI)

Sie hätten lange verzichten und auf eine Impfung - auf ihren Schutz - warten müssten, sagte der Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) vor den Medien in Bern. Jetzt könnten und sollten sie sich impfen lassen. Unter den Jungen kursiere das Virus derzeit stark.

Das BAG hat am Dienstag daher eine spezielle Werbekampagne für Jugendliche und junge Erwachsene gestartet. Von den 10- bis 19-Jährigen seien gut 40 Prozent mit mindestens einer Impfdosis geimpft, sagte Mathys.

Das Infektionsgeschehen sei weiterhin hoch, sagte der Fachexperte. Das liesse sich an den Positivitätsraten der Tests ablesen. 13 Prozent der PCR-Test und drei Prozent der Antigen-Tests seien positiv. Das Testvolumen habe seit Anfang August um rund 50 Prozent zugenommen.

Die Nachfrage nach Impfungen sei in den vergangenen Tagen aber gestiegen. 27'000 Impfungen pro Tag seien in den vergangenen Tagen durchschnittlich verabreicht worden. Mit einer hohen Durchimpfungsrate könnte man zulassen, dass sich mehr Personen anstecken, ohne dass die Spitäler über Gebühr belastet würden, da diese Personen vor einem schweren Verlauf geschützt seien.

(SDA / Redaktion)


Daten:

Roman Spirig
14.09.21 15:57

Themen:

Schweiz

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