Bauen in Zürich ist deutlich teurer geworden

Der Index der Wohnbaupreise ist in der Stadt Zürich zwischen April 2021 und April 2022 um 6,7 Prozent gestiegen. Das ist die stärkste Zunahme seit 1990, wie Statistik Stadt Zürich am Mittwoch mitteilte.

Die Preise für Wohnbau sind stark gestiegen. Welche Folgen das für Käuferinnen und Mieter haben wird, ist offen. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)
Die Preise für Wohnbau sind stark gestiegen. Welche Folgen das für Käuferinnen und Mieter haben wird, ist offen. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

Die Ursachen für die höheren Preise kann Martin Brenner von Statistik Stadt Zürich auf Anfrage nicht benennen. Lieferengpässe und der Ukrainekrieg könnten Gründe für die gestiegenen Preise sein. In der Statistik wurden die Gründe jedoch nicht ausgewertet.

Besonders teuer wurde es beim Rohbau. Um 9,3 Prozent zogen die Preise dort an. Weil der Rohbau 40 Prozent des Wohnbaupreises ausmacht, ist er der Haupttreiber für den Anstieg. Aber auch in 14 weiteren der ausgewerteten Gruppen sind die Preise gestiegen. Nur bei der Finanzierung fiel der Preis um 1,7 Prozent.

Laut Martin Brenner ist der Index im letzten Jahr stärker gestiegen als in den vorherigen 13 Jahren. Einen so starken Anstieg verzeichnete die Stadt Zürich zuletzt 1991. 1990 betrug der Anstieg gar 8,6 Prozent. Zwischen 2020 und 2021 stiegen die Wohnbaupreise bloss um 1,2 Prozent. Der Zürcher Index der Wohnbaupreise zeigt die Veränderung der Preise für ein Mehrfamilienhaus in der Stadt Zürich auf.

(sda)


Daten:

News Redaktion
06.07.22 11:08

Themen:

Wirtschaft

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