Bund meldet Tod eines Säuglings durch Coronavirus in der Schweiz

In der Schweiz ist erstmals ein Säugling an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Das sagte Stefan Kuster, Leiter Abteilung Übertragbare Krankheiten, am Freitag vor den Bundeshausmedien. Das Kind aus dem Kanton Aargau hatte sich im Ausland angesteckt.

Die neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus bleiben auf tiefem Niveau. In der Schweiz ist aber erstmals ein Kind an der Lungenkrankheit verstorben. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/LAURENT GILLIERON)
Die neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus bleiben auf tiefem Niveau. In der Schweiz ist aber erstmals ein Kind an der Lungenkrankheit verstorben. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/LAURENT GILLIERON)

Es habe sich um einen Säugling gehandelt, sagte Kuster. Der Fall werde weiter untersucht. Weitere Informationen gab Kuster nicht bekannt. Weiter wurde jedoch bekannt, dass in Basel sich zwei Kinder mit dem Coronavirus angesteckt haben. Rund 70 Personen werden deshalb in Quarantäne gesetzt.

Insgesamt wurden dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) seit Donnerstag zwei neue Todesfälle gemeldet worden. In der Schweiz und in Liechtenstein sind innerhalb eines Tages 32 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Am Donnerstag waren 20, am Mittwoch und Dienstag je 15 neue Fälle gemeldet worden.

Die Fallzahlen unterliegen einer wöchentlichen Schwankung mit tieferen Zahlen am Wochenende. Die höchste Fallzahl in dieser Woche solle die Bevölkerung aber daran erinnern, dass die Geschichte mit dem Coronavirus noch nicht zu Ende sei, sagte Kuster. Es sei auch sehr wichtig, weiter die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten. Auch Kontaktlisten wären zwar sinnvoll, sie würden aber nicht vor der Ansteckung schützen. Dazu sei Distanz am wichtigsten.

In der Schweiz und Liechtenstein gibt es laut BAG 30828 laborbestätigte Covid-19-Fälle. Laut dem Bund sind 1657 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Die Zählung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA ergab am Freitagmittag 1919 Todesfälle im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19, gleich viele wie am Tag zuvor.

Keystone-SDA analysiert die auf den Internetseiten der Kantone vorliegenden offiziellen Daten. Das Bundesamt bezieht sich auf die Meldungen, die die Laboratorien sowie Ärztinnen und Ärzte im Rahmen der Meldepflicht bis Freitagmorgen übermittelt hatten. Die Zahl könne deshalb von den Zahlen der Kantone abweichen, schreibt das BAG.

5000 Tests seien am Donnerstag durchgeführt worden, sagte Kuster. Wir wollen jeden Fall finden, identifizieren und die Infektionsketten unterbrechen. Die Kontakte der infizierten Personen sollten sich ebenfalls in Quarantäne begeben.

In der Regel habe es mehr Personen in Quarantäne als in Isolation. 165 Patienten seien in Isolation und fast 400 Personen in Quarantäne, sagte Kuster. (sda)


  • Stefan Kuster, Leiter Abteilung Übertragbare Krankheiten im BAG, informiert über ersten Todesfall eines Kindes in der Schweiz.

  • Stefan Kuster erläutert, dass es sich beim Todesfall um ein Baby handelt. 

Der Fall werde weiter untersucht, sagte Kuster vom Bundesamt für Gesundheit (BAG). Aus anderen Ländern habe man bereits in der Vergangenheit von solchen Fällen gewusst.

Weiter wurde bekannt, dass sich in Basel zwei Kinder mit dem Coronavirus angesteckt haben. Rund siebzig Personen werden deshalb in Quarantäne gesetzt. Es gibt Fälle bei Kindern, das gab es bereits vorher, sagte Kuster dazu.

In der Schweiz und in Liechtenstein wurden innerhalb eines Tages 32 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus registriert. Am Donnerstag waren 20, am Mittwoch und Dienstag je 15 neue Fälle gemeldet worden. Die Fallzahlen unterliegen einer wöchentlichen Schwankung mit tieferen Zahlen am Wochenende.

Die höchste Fallzahl in dieser Woche solle die Bevölkerung aber daran erinnern, dass die Geschichte mit dem Coronavirus noch nicht zu Ende sei, sagte Kuster. Es sei auch sehr wichtig, weiter die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten. Auch Kontaktlisten wären zwar sinnvoll, sie würden aber nicht vor der Ansteckung schützen. Dazu sei Distanz am wichtigsten.

Mittlerweile wurden in der Schweiz und Liechtenstein 30828 laborbestätigte Covid-19-Fälle registriert. Die meisten neuen Fälle gebe es im Umfeld von bereits bekannten Fällen, sagte Kuster. Derzeit gebe es keinen Grund, etwas an der Eindämmungsstrategie zu ändern. Der Bund bleibe aber wachsam und werde reagieren, wenn der Trend in eine falsche Richtung gehen sollte.

5000 Tests seien am Donnerstag durchgeführt worden, sagte Kuster. Wir wollen jeden Fall finden, identifizieren und die Infektionsketten unterbrechen. Die Kontakte der infizierten Personen sollten sich ebenfalls in Quarantäne begeben.

Laut dem Bund sind 1657 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Die Zählung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA ergab am Freitagabend 1919 Todesfälle im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19, gleich viele wie am Tag zuvor.

Keystone-SDA analysiert die auf den Internetseiten der Kantone vorliegenden offiziellen Daten. Das Bundesamt bezieht sich auf die Meldungen, die die Laboratorien sowie Ärztinnen und Ärzte im Rahmen der Meldepflicht bis Freitagmorgen übermittelt hatten. Die Zahl könne deshalb von den Zahlen der Kantone abweichen, schreibt das BAG.

(sda)


Daten:

Redaktion (allgemein)
29.05.20 16:48

Themen:

Schweiz

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