Übersterblichkeit bei Unter-65-Jährigen in der Zentralschweiz

In der Zentralschweiz ist zum Jahreswechsel auch bei Personen, die noch nicht im Seniorenalter sind, eine Übersterblichkeit registriert worden. Bei den Personen, die älter als 65 Jahre als sind, dauert die Übersterblichkeit dagegen seit Wochen an.

Übersterblichkeit bei Unter-65-Jährigen in der Zentralschweiz (Foto: KEYSTONE / SIGI TISCHLER)
Übersterblichkeit bei Unter-65-Jährigen in der Zentralschweiz (Foto: KEYSTONE / SIGI TISCHLER)

Das Luzerner Statistikamt Lustat analysiert im Zusammenhang mit der Coronapandemie die Zahl der gemeldeten Todesfälle im Kanton Luzern und in der gesamten Zentralschweiz. Sie vergleicht diese mit den statistisch zu erwartenden Todesfällen.

Erstmals sei im Kanton Luzern und in der gesamten Zentralschweiz bei der Gruppe der Personen unter 65 Jahren eine Übersterblichkeit zu beobachten, teilte Lustat am Mittwoch mit. Festgestellt worden sei diese in der Woche vom 28. Dezember 2020 bis zum 3. Januar 2021.

Die Zahl der Todesfälle in der Bevölkerungsgruppe unter 65 Jahren belief sich in jener Woche in der Zentralschweiz auf 27 (LU: 17). Die Bandbreite der zu erwartenden Todesfälle lag in der Zentralschweiz bei 5 bis 25 (LU: 1 bis 15). In den beiden Vorwochen hatte es in der Zentralschweiz nur rund halb so viele Todesfälle in dieser Altersklasse gegeben.

Bei den Personen über 65 Jahren ist die Übersterblichkeit dagegen sei längerem zu beobachten. Im Kanton Luzern dauert sie seit sieben Wochen an, in der Zentralschweiz seit elf Wochen.

In der Woche zum Jahreswechsel gab es in dieser Altersklasse gemäss Lustat in der Zentralschweiz 169 (LU: 78) Todesfälle. Die Bandbreite der zu erwartenden Todesfälle lag bei 85 bis 139 Todesfällen (LU: 37 bis 75 Todesfälle).

(sda)


Daten:

Roman Spirig
13.01.21 18:26

Themen:

Regional

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