Europacup-Sperre gegen Manchester City aufgehoben

Manchester City darf in den nächsten beiden Saisons doch im Europacup spielen. Der internationale Sportgerichtshof CAS hebt die von der UEFA ausgesprochene Sperre gegen den englischen Topklub auf.

Manchester City hat mit dem Gang vor den internationalen Sportgerichtshof Erfolg (FOTO: KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)
Manchester City hat mit dem Gang vor den internationalen Sportgerichtshof Erfolg (FOTO: KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

Wie aus den Unterlagen zum CAS-Urteil vom Montag zu entnehmen ist, kam auch das oberste Sportgericht in Lausanne zum Schluss, dass Manchester City gegen das Financial Fairplay verstossen hat. Im Gegensatz zur UEFA sah der CAS aber nicht genügend schlüssige Beweise für einen Europacup-Ausschluss vorliegen. Ausserdem seien viele Vorstösse aufgrund des von der UEFA vorgesehenen Zeitraums von fünf Jahren bereits verjährt. Die Geldstrafe von 30 Millionen Euro wurde nur deshalb auf 10 Millionen Euro reduziert und nicht ganz aufgehoben, weil Manchester City mangelhaft mit den UEFA-Ermittlern kooperierte.

Manchester City war Mitte Februar von der UEFA wegen schwerwiegender Verstösse gegen die Regeln des Financial Fairplay für die kommenden beiden Saisons aus dem Europacup ausgeschlossen und zudem mit einer Busse von 30 Millionen Euro belegt worden. Dem Zweiten der laufenden Premier League war vorgeworfen worden, Einnahmen von Sponsoren weit über Gebühr bewertet und damit bewusst getäuscht zu haben. Ausserdem hatte der Klub nach Ansicht der UEFA Gelder als Einnahmen durch Sponsoren aus Abu Dhabi deklariert, die aber von Klubbesitzer Scheich Mansour gezahlt worden sein sollen.

Auslöser der Ermittlungen waren klubinterne E-Mails und Dokumente, die von der Plattform Football Leaks öffentlich gemacht wurden. Manchester City stritt die Vorwürfe ab und sah sich als Opfer einer Kampagne. Mit seinem Gang vor den CAS in Lausanne hatte der Klub Erfolg. Die dreitägige Anhörung fand Anfang Juni per Videokonferenz statt.

Manchester City wäre der erste europäische Topverein gewesen, der wegen Verstössen gegen das Financial Fairplay wirklich hart sanktioniert worden wäre. Die Einnahmeausfälle hätten sich einer Schätzung zufolge auf über 180 Millionen Euro belaufen, zahlreiche Leistungsträger hätten den Klub womöglich verlassen, hätte die Sperre Bestand gehabt.

In einer ersten Stellungnahme begrüssten die Citizens den CAS-Entscheid und bedankten sich bei den Richtern für deren Sorgfalt. Während Manchester City und seine Justiziare das vollständige Urteil des CAS noch begutachten müssen, bewertet der Klub die Folgen des Urteils als eine Bestätigung seiner Position und der vorgebrachten Beweise, schrieb der Klub weiter.

(sda)


Daten:

News Redaktion
13.07.20 10:42

Themen:

Sport

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