Horst Lichtner ist neuer Geschäftsführer der Keda-Stiftung

Der neue Geschäftsführer der Stiftung Kulinarisches Erbe der Alpen (Keda) heisst Horst Lichtner. Der ehemalige Generalsekretär des Hockeyverbands leitet seit Anfang Juli die Stiftung, welche das Culinarium Alpinum, ein Kompetenzzentrum für Kulinarik im Alpenraum im ehemaligen Kapuzinerkloster in Stans, seit August 2020 betreibt.

Horst Lichtner übernimmt neu die Leitung der Stiftung Keda. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/MELANIE DUCHENE)
Horst Lichtner übernimmt neu die Leitung der Stiftung Keda. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/MELANIE DUCHENE)

Lichtner löst Marina Grossrieder ab, die sich im vergangenen Jahr der Aufbauorganisation des Betriebes des Culinarium Alpinum gewidmet hatte, wie die Stiftung, die 2017 gegründet wurde, am Montag mitteilte.

Der 62-jährige Lichtner war zuletzt während sechzehn Jahren Generalsekretär der International Ice Hockey Federation und zuvor währen fünf Jahren Marketing-Direktor des Deutschen Fussball Bundes.

Mit seinem Angebot aus Gastronomie und Bildung will das Culinarium Alpinum das Bewusstsein für alpine Regionalkulinarik schweizweit und über die Landesgrenzen hinaus stärken. Es soll dazu beitragen, den hiesigen Kulinariktourismus besser zu positionieren. Im Culinarium Alpinum gibt es Restaurant, Herberge und Bildungsangebote.

Die jüngere Geschichte des ehemaligen Klosters in Stans ist bewegt. Die 1582 gegründet Kapuzinerniederlassung war eine der ältesten nördlich der Alpen. 2004 schloss der Orden das Kloster wegen spärlichem Nachwuchs und Überalterung. Der Kanton Nidwalden kaufte die Liegenschaft damals für 1 Million Franken.

Das Ansinnen der Regierung, dort die Verwaltung unterzubringen, wies der Landrat aber zurück. Auch eine geplante "Akademie der Weisen" mit einem Hotel, geführt von Menschen mit Behinderung, scheiterte.

2008 überliess Nidwalden das ehemalige Kloster der Biotechnologiefirma Mondobiotech im Baurecht für 60 Jahre. Der englische Architekt Norman Forster, der unter anderem die Berliner Reichstagskuppel entworfen hatte, sollte das Haus umbauen.

Doch soweit kam es nicht. Das Unternehmen geriet in finanzielle Schieflage. 2014 kaufte der Kanton das Baurecht für 1 Franken zurück. Bei einem Investorenwettbewerb war die Idee für das Kulinarikkompetenzzentrum als Siegerin hervorgegangen.

Nidwalden gab 2015 das Kloster im Baurecht an die Firma Senn Values aus St.Gallen ab. Das Haus wurde sanft renoviert.

(sda)


Daten:

News Redaktion
04.07.22 14:00

Themen:

Wirtschaft

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