Luzener Regierungsrat will Pokerturniere zulassen

Im Kanton Luzern sollen kleine Pokerturniere neu auch ausserhalb der Spielbanken durchgeführt werden dürfen. Dies sieht der Regierungsrat im neuen Einführungsgesetz zum Bundesgesetz über Geldspiele vor.

Luzener Regierungsrat will Pokerturniere zulassen (Foto: KEYSTONE / GAETAN BALLY)
Luzener Regierungsrat will Pokerturniere zulassen (Foto: KEYSTONE / GAETAN BALLY)

Mit dem Einführungsgesetz setzt der Kanton Luzern das neue Spielbankengesetz des Bundes um, das die Stimmberechtigten vor einem Jahr angenommen hatten und seit Anfang 2019 in Kraft ist. Es ersetzt das bisherige Gesetz über die Lotterien, die gewerbsmässigen Wetten und den gewerbsmässigen Handel mit Prämienlosen.

Wie der Regierungsrat heute mitteilte, soll der Kanton Luzern die im Bundesgesetz neu vorgesehenen kleinen Pokerturniere ausserhalb von Casinos zulassen. Er begründet dies damit, dass es sich um ein Kleinspiel mit wenig Suchtpotential handle, dies weil das Bundesgesetz strenge Auflagen stelle.

Voraussetzung für ein zulässiges kleines Pokerturnier sei, dass das Spiel im Vordergrund stehe, schreibt der Regierungsrat in seiner Botschaft an den Kantonsrat. Die Veranstalter verfolgten kaum kommerzielle Zwecke, und von den Teilnehmern könnten keine hohen Gewinne erzielt werden.

Einen Bedarf, das im Bundesrecht geregelte Spiel kantonal weiter zu regulieren, sieht der Regierungsrat nicht. Gesuche um die Durchführung kleiner Pokerturnieren werden vom Kanton bewilligt. Grosse Pokerturniere mit der Möglichkeit von hohen Einsätzen und Gewinnen bleiben dagegen Spielbankenspiele - sprich, sie finden in Casinos statt.

Die neue Gesetzgebung des Bundes führt zudem zu Anpassung zweier Konkordate.

(sda / redaktion)


Daten:

Roman Spirig
09.07.19 00:00

Themen:

Regional

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