Luzerner Glacé ist frei von Krankheitserregern

Die Qualität von im Kanton Luzern handwerklich hergestellter Glacé ist aus Sicht des Kantonschemikers besser geworden. Musste 2019 rund jede dritte Probe wegen mikrobiellen Belastungen beanstandet werden, so war es in diesem Sommer nur jede zehnte.

Luzerner Glacé ist frei von Krankheitserregern (Foto: KEYSTONE / GAETAN BALLY)
Luzerner Glacé ist frei von Krankheitserregern (Foto: KEYSTONE / GAETAN BALLY)

Die Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz kontrollierte 30 Speiseeisproben mikrobiologisch. Es handle sich um vorwiegend handwerklich hergestellte Glacé kleinerer Luzerner Betriebe und nicht um industriell gefertigte Produkte, teilte sie am Freitag mit.

Für Kantonschemiker Silvio Arpagaus ist das Resultat erfreulich, wie es in der Medienmitteilung heisst. Nur noch rund zehn Prozent der Proben erfüllten die Anforderungen nicht. Krankheitserreger wie Salmonellen oder Listerien wurden nicht nachgewiesen.

Gesundheitliche Folgen habe der Konsum des beanstandeten Speiseeieses somit nicht gehabt, sagte Arpagaus auf Anfrage. Die Qualität sei aber nicht so gut gewesen, wie sie bei fachgerechtem Umgang sein könnte.

Als mögliche Mängel werden in der Medienmitteilung etwa die Pasteurisation, die Wartung und der Unterhalt der Glacémaschinen oder die Schulung der Mitarbeitenden genannt. Die Lebensmittelkontrolle werde das Thema weiter verfolgen, hiess es.

Speiseeis ist anfällig auf mikrobielle Belastungen. Vorhandene Erreger blieben auch im gefrorenen Produkt lebensfähig und könnten allenfalls Magen-Darm-Erkrankungen auslösen, teilte die Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz mit.

Fehler bei der Herstellung und mangelhafte Hygiene beim Personal führten in den letzten Jahren zu vielen Beanstandungen. 2019 wurde rund ein Drittel der Proben beanstandet. Die eingeleiteten Verbesserungsmassnahmen hätten nun Wirkung gezeigt, hiess es in der Mitteilung der Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz.

(sda)


Daten:

Roman Spirig
31.07.20 17:17

Themen:

Regional

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