Luzerner Polizei geht in der Stadt gegen protzige Autofahrer vor

Die Luzerner Polizei hat am Samstag mehrere Autofahrer, die mit illegal getunten Wagen, mit zu lautem Motorenlärm oder mit zu forschem Tempo in der Stadt Luzern unterwegs waren, angezeigt oder gebüsst. Ein Auto, das nicht betriebssicher war, wurde beschlagnahmt, wie die Staatsanwaltschaft am Montag mitteilte.

Luzerner Polizei geht in der Stadt gegen protzige Autofahrer vor (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)
Luzerner Polizei geht in der Stadt gegen protzige Autofahrer vor (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)

Die Polizei habe die koordinierte Verkehrskontrolle an mehreren Orten in der Stadt durchgeführt, erklärte Simon Kopp, Sprecher der Staatsanwaltschaft, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Stadtbewohner hätten sich dabei bei den Polizisten bedankt, dass sie gegen lärmige Autofahrer vorgehen würden.

Acht Lenker seien angezeigt worden, weil ihr Auto unerlaubt abgeändert gewesen sei, teilte die Staatsanwaltschaft mit. In einem Fall sei ein Auto eingezogen und stillgelegt worden, weil es nicht betriebssicher gewesen sei. Fünf Lenker seien von der Polizei angezeigt worden, weil sie ihren Motor unnötig stark aufgedreht hätten. Kopp sagte, dieser unnötige Motorenlärm sei am Schweizerhofquai und auf der Seebrücke festgestellt worden.

Einer der Lärmsünder fuhr mit 76 km/h über die Seebrücke, er muss mit einem Führerausweisentzug rechnen. Total sieben Lenker wurden gebüsst, weil sie zu schnell fuhren, am Steuer telefonierten oder abgefahrene Reifen montiert hatten. In zwei Fällen kam es zu Anzeigen, weil die vorgeschriebene Maskentragpflicht im Auto nicht eingehalten wurde.

Das Problem des Auto-Posings, des angeberischen und lärmenden Autofahrens, hatte vor einem Monat auch den Luzerner Kantonsrat beschäftigt. Im Parlament war unbestritten, dass es ein Problem mit Lärmsündern gebe. Die Mehrheit sprach sich dabei gegen die Anschaffung von Lärmblitzern aus, weil diese technisch noch nicht ausgereift seien. Ein Thema sind Lärmkontrollen mit Hilfe solcher Geräte auch in den eidgenössischen Räten.

(sda)


Daten:

Roman Spirig
22.02.21 19:52

Themen:

Regional

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