"Märlistunde bei André": Rekurs gegen Zürcher Abstimmungszeitung

Die Gegner der Überbauung an der Stadtzürcher Thurgauerstrasse wehren sich gegen die Abstimmungszeitung. Diese informiere nicht sachgerecht, eine freie Willensbildung sei nicht möglich. Sie legten beim Bezirksrat deshalb Stimmrechtsrekurs ein.

Für die Gegner
Für die Gegner "viel zu idyllisch gezeichnet": Die Visualisierung des neuen Quartiers an der Thurgauerstrasse. (FOTO: ZVG)

Die Gegner des geplanten Quartiers an der Thurgauerstrasse kritisieren vor allem die Visualisierung des Grossprojektes. Da habe Bauvorsteher André Odermatt (SP) tief in die Trickkiste gegriffen, teilte das Referendumskomitee am Freitag mit.

Die Visualisierung eines Comic-Zeichners vermittle eine grüne Idylle, das sei zeichnerisches Greenwashing. Fassaden und Dächer würden in einem bunten Farbmix daherkommen und die Proportionen vor allem entlang der Thurgauerstrasse seien zudem massiv verzerrt, so erscheine etwa eines der Hochhäuser viel zu niedrig. Insgesamt sei diese Abbildung eine Märlistunde bei André.

Der Stimmrechtsrekurs gegen die Abstimmungszeitung liegt nun beim Bezirksrat. Dieser wird entscheiden, ob die Stadtzürcherinnen und Stadtzürcher am 29. November trotzdem wie geplant über den Gestaltungsplan entscheiden werden.

(sda)


Daten:

News Redaktion
16.10.20 13:39

Themen:

Schweiz

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