Radweg zwischen Oberdorf und Dallenwil nimmt Fahrt auf

Der neue Radweg zwischen Oberdorf und Dallenwil im Kanton Nidwalden soll mit einem Grünstreifen von der Strasse abgetrennt werden. Der Landrat hat diese Variante am Mittwoch bei der Beratung eines Postulats zum Thema gutgeheissen, die Verkehrszählung aber bemängelt.

Radweg zwischen Oberdorf und Dallenwil nimmt Fahrt auf (Foto: KEYSTONE / GAETAN BALLY)
Radweg zwischen Oberdorf und Dallenwil nimmt Fahrt auf (Foto: KEYSTONE / GAETAN BALLY)

Den Vorstoss von Armin Odermatt (SVP) überwies das Parlament mit 58 zu 0 Stimmen in abgeänderter Form. Odermatt hatte ein Variantenstudium zur Linienführung des Radwegs verlangt. Erst dann sei mit der Planung zu beginnen.

Diese Arbeit hatte die Regierung in ihrer Antwort auf das Postulat bereits geleistet und sich von vier Variante für einen Radwegs mit Grünstreifen auf der rund zwei Kilometer langen Strecke entschieden. Nicht tauglich als offizieller Veloweg sei dagegen der Dammweg.

Genau das hätte aber Postulant Odermatt gerne gesehen, wie er in seinem Votum im Rat eingestand. Mit dem Postulat hätte er die nun vorgeschlagene Variante eigentlich verhindern wollen. Allerdings sei er zur Einsicht gekommen, dass ein Ausbau des Dammwegs aus Gewässerschutzgründen nicht bewilligungsfähig wäre.

Odermatt kritisierte die im Postulat geforderte Messung der Berufspendlerströme auf den Strecken, da diese unter anderem während dem Lockdown durchgeführt wurde. Er kam zum Schluss, dass man einen Kombi-Weg für 16 Velofahrer baue. Im Sinne einer zukunftsfähigen Lösung sei dem aber zuzustimmen.

Auch andere Fraktionen hatten mit einem Ausbau des Damms geliebäugelt. CVP und FDP bemängelten ebenfalls die Verkehrszählung. Iren Odermatt Eggerschwiler (FDP) zweifelte zudem an der künftigen Nutzungsintensität des neuen Radwegs, zumal das Einzugsgebiet laut Raumplanung ländlich-touristisch bleiben soll. Othmar Odermatt (CVP) sagte, es sei gut, dass diese jahrelange Diskussion mit der Vorlage abgeschlossen werden könne.

Die geplante Variante decke viele Nutzungsverhalten ab, gab Baudirektor Josef Niederberger (CVP) zu bedenken. Die befestigte Strecke diene Rennvelofahrern, Fussgängern oder Skatern. Für den Freizeitverkehr bleibe der Weg auf dem Damm zudem bestehen.

Vorgesehen ist ein einseitiger, gemeinsamer Rad- und Gehweg. Das bestehende Trottoir wird teilweise rückgebaut und wieder zu Landwirtschaftsfläche. Damit wird die Langsamverkehrsachse Ennetbürgen - Wolfenschiessen vervollständigt.

Die Regierung empfiehlt zudem, das Tempolimit auf dem Abschnitt bei den aktuell geltenden 80 km/h zu belassen. Eine Senkung auf 60 km/h, wie sie im Postulat angeregt wurde, lehnt sie ab, da die Strasse für die höhere Geschwindigkeit ausgelegt sei.

Die Linienführung des Radwegs ist seit den 1980er-Jahren umstritten. Die Kosten für die nun gewählte Variante schätzt die Regierung auf 1,85 Millionen Franken. Für die Vorarbeiten ist ein Planungskredit von 100000 Franken nötig.

(sda)


Daten:

Roman Spirig
23.09.20 16:34

Themen:

Regional

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