Schuss der Bundesrätin zum Abschluss des ESF Luzern

Rund tausend Schiesssportbegeisterte haben am Samstag in Luzern den Abschluss des 58. Eidgenössischen Schützenfests gefeiert. Bundesrätin Viola Amherd stellte dabei ihre Schiesskünste unter Beweis und wies auf die militärische Bedeutung des Festes hin.

Bundesrätin Viola Amherd schiesst mit einem Gewehr der Grenadiere der Zunft zu Safran zum Abschluss des Eidgenössischen Schützenfestes in Luzern. (FOTO: KEYSTONE/PHILIPP SCHMIDLI)
Bundesrätin Viola Amherd schiesst mit einem Gewehr der Grenadiere der Zunft zu Safran zum Abschluss des Eidgenössischen Schützenfestes in Luzern. (FOTO: KEYSTONE/PHILIPP SCHMIDLI)

Das Eidgenössische Schützenfest (ESF) war wegen Corona von 2020 auf 2021 verschoben worden und fand wegen der Pandemie dezentral an den Ständen der jeweiligen Vereine statt. 32000 Schützinnen und Schützen nahmen vom 11. Juni bis 11. Juli daran teil.

Zum Abschluss gab es auf der Luzerner Allmend aber doch noch einen zentralen Anlass, nämlich eine Schützenfestwoche. An dieser konnten die Schützinnen und Schützen ihre Preise und Gaben im Gesamtwert von 2,8 Millionen Franken abholen.

Höhepunkt der Schützenfestwoche war der sogenannte offizielle Tag. Er begann am Samstag mit einem Einzug der Fahnendelegationen, Grenadieren und Marschmusik. Insgesamt nahmen daran rund 300 Personen teil.

Auch Viola Amherd, Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), marschierte mit. Die Magistratin liess es sich nicht nehmen, nach dem Einzug mit den Grenadieren der Zunft zu Safran eigenhändig einen Schuss abzufeuern.

In ihrer Ansprache im Anschluss sagte Amherd vor der Festgemeinde, das Gesellschaftliche und der Austausch mit Schützinnen und Schützen aus allen Landesteilen seien bei einem Eidgenössischen Schützenfest ebenso wichtig wie der sportliche Wettkampf. Das ESF sei eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart und nach wie vor auch von militärischer Bedeutung.

Unter den Gästen waren zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Kantonsregierungen, des Stände- und des Nationalrats sowie von kantonalen und kommunalen Behörden. Im Umzug fuhren auch der Luzerner Schwinger Joel Wicki und Alt Bundesrat Christoph Blocher auf einem Einachser mit.

Nachgeholt wurde am Samstag auch die Fahnenübergabe, die wegen der Corona-Pandemie zum Festauftakt am 11. Juni entfallen war. Für das OK des letzten Schützenfests in Raron VS reichte Präsident Christophe Darbellay die Fahne an das Luzerner OK weiter. Er sagt, Luzern habe eine Ausnahmestellung bei der Durchführung von Schützenfesten, sei doch hier seit dem Jahr 1832 bereits zum sechsten Mal das Eidgenössische Schützenfest ausgetragen worden.

Die Schützenfestwoche in Luzern dauert noch bis am Sonntag. Parallel zu den Festaktivitäten findet in der Messe Luzern eine Schötze-Chilbi statt, die eine Alternative zur abgesagten Luzerner Herbstmesse Määs bietet. Für sämtliche Veranstaltungen gilt eine Zertifikatspflicht.

Das nächste Eidgenössische Schützenfest wird 2026 in Chur ausgetragen. Hauptschiessplatz wird Chur sein, erneut ist aber ein dezentrales Fest geplant.

(sda)


Daten:

News Redaktion
16.10.21 12:52

Themen:

Regional

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