Streit zwischen Wien und Ankara schwelt nach Demo-Randale weiter

Die Ausschreitungen zwischen Kurden und türkischen Ultra-Nationalisten bei Demonstrationen in Wien belasten weiter das Verhältnis zwischen Österreich und der Türkei. Kanzler Sebastian Kurz von der konservativen ÖVP warf der Türkei am Dienstag vor, "Unfrieden zu säen".

ARCHIV - Sebastian Kurz, Bundeskanzler von Österreich,  wirft der Türkei vor, «Unfrieden zu säen». Foto: Ronald Zak/AP/dpa (FOTO: Keystone/AP/Ronald Zak)
ARCHIV - Sebastian Kurz, Bundeskanzler von Österreich, wirft der Türkei vor, «Unfrieden zu säen». Foto: Ronald Zak/AP/dpa (FOTO: Keystone/AP/Ronald Zak)

Es müsse ein Ende haben, dass die Türkei versucht, auf die Menschen hier in Österreich Einfluss zu nehmen und diese auch für ihre Konflikte instrumentalisiert, sagte Kurz vor Journalisten.

Die türkische Seite sprach dagegen mit Blick auf den Einsatz der Polizei von Anwendung von Gewalt gegen türkische junge Menschen. Das wies Kurz auf das Schärfste zurück. Bei der Randale mit Böllern, Glasflaschen, Steinen und Eisenstangen waren sieben Polizisten verletzt worden. Wir werden das nicht dulden, sagte Kurz. Diese Konflikte, die werden aus der Türkei importiert.

Österreichs Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) sagte, jeder Straftäter werde konsequent verfolgt. Diejenigen, die glauben, dass ein Mund-Nasen-Schutz sie vor einer Identifikation bewahrt, die irren sich. Die Behörden verfügten über ausgezeichnetes Videomaterial. So sei einer der mutmasslichen Rädelsführer bereits identifiziert.

(sda)


Daten:

News Redaktion
30.06.20 14:02

Themen:

International

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