Van Aert siegt beim Neustart - Küng nach Sturz 14.

Wout van Aert vom niederländischen Team Jumbo - Visma sichert sich den Sieg beim Saison-Neustart der Radprofis auf höchster Stufe.

Wout Van Aert darf sich an der Strade Bianche als Sieger feiern lassen (FOTO: KEYSTONE/EPA/YOAN VALAT)
Wout Van Aert darf sich an der Strade Bianche als Sieger feiern lassen (FOTO: KEYSTONE/EPA/YOAN VALAT)

Nach zwei 3. Plätzen bei den vergangenen Austragungen der Strade Bianche schaffte es der Belgier bei der 14. Ausgabe des Halbklassikers zuoberst aufs Podium.

Die Entscheidung zu seinen Gunsten führte der dreifache Radquer-Weltmeister rund 13 km vor dem Ende des 184 km langen Eintagesrennens herbei. Auf dem letzten der elf Sektoren, die während 63 km über weissen Schotter führten, setzte Van Aert aus der fünfköpfigen Spitzengruppe heraus einen Angriff, dem zunächst einzig Davide Formolo aus Italien und der deutsche Meister Maximilian Schachmann vom Team Bora-Hansgrohe zu folgen vermochten.

Zum Zusammenschluss an der Spitze kam es auch auf dem rund einen Kilometer langen Schlussanstieg nicht mehr. Zu viel Substanz hatten die zähen und staubigen Schotterabschnitte bei Temperaturen bis zu über 40 Grad das Verfolgerduo gekostet. Auf 30 Sekunden belief sich Van Aerts Vorsprung im Ziel auf Formolo, der sich im Sprint um den 2. Platz gegen Schachmann durchsetzte. Ich attackierte, weil angreifen hier im Finale nie ein Nachteil ist, sagte Van Aert, der sich im Vorjahr im Schlussanstieg noch hatte distanzieren und um den Sieg bringen lassen.

Für die grösste Schweizer Hoffnung beim Neustart der World Tour, Stefan Küng, verlief das Rennen auf den Schotterstrassen der Toskana zwar nicht nach den Vorstellungen - aber dennoch ansprechend. Trotz einer idealen Vorbereitung musste der Fahrer des französischen Teams Groupama-FDJ seine Ambitionen auf eine Top-Klassierung relativ früh begraben, mit rund 10 Minuten Rückstand auf van Aert klassierte er sich aber zum Schluss als bester Schweizer im beachtlichen 14. Rang. Ein Sturz 70 km vor dem Ziel raubte Küng die Möglichkeit auf einen Platz in den Top 10.

Mit Silvan Dillier hatte ein Schweizer schon vor dem Rennstart Forfait geben müssen. Der 29-jährige Aargauer war bei einem Vortest positiv auf das Coronavirus getestet worden, weshalb er die Reise nach Italien für sein Team AG2R Le Mondiale nicht antreten konnte und entgegen seinen ursprünglichen Plänen nun eine zehntägige Quarantäne absolvieren muss.

Die Strade Bianche war der Auftakt zu einem Mammutprogramm in der World Tour. In 101 Tagen sollen alle grossen Radrennen absolviert werden. Die Tour de France findet vom 29. August bis 20. September statt.

(sda)


Daten:

News Redaktion
01.08.20 19:21

Themen:

Sport

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