Zentralschweizer Spitäler wollen Rettungsdienste weiter optimieren

Die Kantonsspitäler Luzern, Nidwalden, Obwalden und Uri verlängern das 2018 gestartete Pilotprojekt eines gemeinsamen Pools der Rettungsdienste. Diese leisten dank der Verbundlösung schnellere und mehr Einsätze. Weitere Optimierungen seien aber möglich.

Zentralschweizer Spitäler wollen Rettungsdienste weiter optimieren (Foto: KEYSTONE /  / Natalie Boo / AURA)
Zentralschweizer Spitäler wollen Rettungsdienste weiter optimieren (Foto: KEYSTONE / / Natalie Boo / AURA)

Die Ambulanzen der vier Kantonsspitäler rückten seit Projektbeginn rund 25000 Mal aus. Um die Hilfsfristen zu verkürzen wurden die Rettungsfahrzeuge neu stationiert und die Dienstzeiten angepasst. Dadurch trafen die Rettungsdienste in über 1000 Notfällen zusätzlich innerhalb von 15 Minuten am Einsatzort ein. Mit den gleichen Ressourcen leisteten sie zudem über 3500 Einsätze mehr, wie die Spitäler am Donnerstag mitteilten.

Erste Analysen hätten aber ergeben, dass noch weitere Optimierungen möglich seien. Die Pilotphase werde deshalb mindestens bis Mitte 2021 verlängert. Man überprüfe etwa Standort- und Schichtzeitoptimierungen.

Bereits fest stehe, dass künftig ein Fahrzeug vom Areal des Luzerner Kantonsspitals (Luks) zur Feuerwehr Stadt Luzern verschoben wird. Auch sei eine Ausweitung der Kooperation auf weitere Rettungsdienste, namentlich den Rettungsdienst Seetal, in Prüfung.

Der interkantonale Einsatz habe dazu geführt, dass sich die Teams besser kennen und die Kenntnisse der unterschiedlichen Einsatzgebiete verbessert wurden. Dank der höheren Auslastung und der Möglichkeit, sowohl in ländlichen als auch in städtischen Gebieten Einsätze zu leisten, sei die Zufriedenheit der Mitarbeitenden gestiegen.

(sda)


Daten:

Roman Spirig
13.02.20 11:49

Themen:

Regional

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